Montag, 28. Januar 2013
Liv Winterberg "Sehet die Sünder"


Der Roman spielt 1440 in der Bretagne zum größten Teil in einem kleinen Dorf namens Saint Mourelles und dem angrenzenden Schloss Troyenne. In der Bretagne ist seit längerer Zeit Frieden eingekehrt. Plötzlich verschwinden Leute, vor allem Kinder, und werden später tot aufgefunden. Wer ist der Mörder, der sein Unwesen in den Wäldern treibt? Der Bauer Mathis und die Haushälterin des Dorfpfarrers Catheline fangen an eine Antwort auf diese Frage zu suchen. Können Sie den Mörder finden? Sie finden Spuren, welche zum Schloss Troyenne führen. Hält sich dort ein Verbrecher auf? Als immer mehr Menschen verschwinden wendet sich der Dorfpfarrer an den Bischof von Nantes, da das Dorf zu seiner Diözese gehört. Dieser schickt seinen Magister Julien in das Dorf um die Vorfälle aufzuklären. Damit werden Dinge in Gang gesetzt, welche darauf hinaus laufen, dass der Bischof die Inquisition einberuft. Es kommt zu einem großen Prozess, welcher durch Irrungen und Wirrungen führt und am Ende zur Ergreifung des Mörders führt.
Ich finde den Roman sehr interessant. Er hat mich stark gefesselt. Die kurzen Kapitel trugen sehr dazu bei, das Geschehen interessant zu halten. Der Wechsel zwischen den Orten erfolgte relativ zügig, so dass man noch im Kopf hatte, was vorher an diesem Ort geschah. Das Buch war bis zum Ende spannend, da die Autorin es geschafft hat, bis zum Schluss offen zu halten, wer denn nun wirklich der Mörder war. Ständig nahm sie neue Sachverhalte mit auf, die Zweifel säten. Toll fand ich auch, dass am Rande noch die Liebesgeschichte zwischen Mathis und Catheline mitspielte, aber nicht dominant in den Vordergrund gerückt wurde.
Dieses Buch ist mehr ein Krimi als ein historischer Roman, da er die Geschichte nur am Rande streift und das Verschwinden der Menschen und der Prozess im Vordergrund steht. Deshalb ist das Buch auch etwas für jemanden, der nicht unbedingt auf historische Romane steht.



Samstag, 19. Januar 2013
Kylie Fitzpatrick "Am Horizont das Rote Land"


Nachdem das Tuchlager von Rhias Vater in Dublin bis auf die Grundmauern abgebrannt ist, ist die Familie Mahoney pleite. Rhia Mahoney beschließt nach London zu ihrem Onkel zu gehen um sich dort eine Stellung zu suchen. Sie wohnt dort bei der Quäkerin Antonia Blake. Kurz nach ihrer Ankunft in London stirbt ihr Onkel Ryan Mahoney unter seltsamen Umständen. Rhia glaubt nicht an den vermuteten Selbstmord und fängt an den falschen Leuten Fragen zu stellen. Plötzlich und unerwartet wird sie des Diebstahls beschuldigt und findet sich unschuldig im Gefängnis wieder. Als Strafe wird sie mit einem Gefangenenschiff in die britische Strafkolonie Australien geschickt. Und es wird noch einen Toten geben. Zum Glück gibt es in London Leute, welche an die Unschuld von Rhia glauben und weiter für sie kämpfen. Kurz nachdem sie in der Kolonie ankam, hat Mr. Dillon, ihre große Liebe, es geschafft eine Begnadigung für sie zu erreichen, so dass sie relativ schnell die Heimreise nach London antreten konnte. Da angekommen sorgte Rhia dafür, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurden. Wer jetzt allerdings nach dem Klattentext eine Liebesgeschichte erwartet wird enttäuscht, es ist mehr ein Kriminal- und Entwicklungsroman. Man erhält auf leichte Art einen kleinen Einblick in die Geschichte des Tuchhandles. Im Laufe der Geschichte wächst Rhia über sich hinaus und entwickelt sich von einem behüteten Mädchen zu einer erwachsenen Frau und Heldin, welche am Ende der Geschichte ihren eigenen Tuchhandel beginnt. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich für den Stoff interessiert. Es war sehr fesselnd und leicht zu lesen.



Robert Lyndon "Der Thron der Welt"


Wunderlich Verlag, 2013, 956 Seiten, 18,95€

Zeitraum in welchem der Roman spielt: 1072 nach Christi Geburt

Durch Zufall trifft der Krieger Vallon auf den Studenten Hero und seinen Meister. Hero und sein Meister sind auf einer Mission unterwegs um eine Lösegeldforderung zur Rettung von Sir Walter Olbec zu erfüllen. Der Preis für die Freiheit von Sir Walter ist hoch. Vier weiße Gerfalken, welche nur im hohen Norden, im ewigen Eis, zu finden sind. Als der Meister stirbt, bittet Hero Vallon ihn auf seiner Mission zu begleiten. Da Vallon nichts zu verlieren hat, erklärt er sich bereit Hero zu begleiten. Und in diesem Moment beginnt eine Odyssee aus dem Herzen Europas in die eisigen Weiten von Grönland, auf welcher sie neue Gefährten finden, auf Feinde treffen und viele Abenteuer auf Land und zu Wasser zu bestehen haben um dann am Ende ihrer Reise festzustellen, dass alles nicht so ist wie es aussah. Die abenteuerliche Reise dauert fast ein Jahr und Vallon und Hero müssen viele ihrer Gefährten sterben sehen.

Autor
Geschrieben hat das Buch der Brite Robert Lyndon welcher sich bereits als Kind mit Geschichte und Falknerei beschäftigte. Viele Szenen des Buches beruhen auf eigene Erfahrungen als Falkner, Reisender und Kletterer.

Eigene Meinung:
Der Roman ist flüssig und interessant geschrieben. Er beginnt bereits spannend und mit einer grausamen Szene. Einige Passagen hätten etwas weniger ausführlich sein können, da sie etwas zu detailliert erzählt wurden und dazu verleitet haben, die Stellen nur zu überfliegen.

Fazit:
Da mich das behandelte Thema interessiert, hat Robert Lyndon es geschafft mich auf die Abenteuerreise mitzunehmen. Ich fand das Buch sehr fesselnd. Allerdings denke ich , dass es für Personen, welche sich nicht für die Thematik interessieren, nicht das richtige Buch ist.